Tönisvorst. In Tönisvorst sieht es fürs Gewerbe gar nicht so schlecht aus, wie es immer dargestellt wird. Potential für neue Betriebe ist durchaus noch vorhanden. Und oft ist auch an einzelnen Standorten noch vieles machbar.

Nicht immer nur meckern und abwinken, sondern auf die Stadtverwaltung zugehen und gemeinsam eine Lösung suchen – das rät Ulrich Esser, Leiter des Amtes für Immobilienmanagement allen Betrieben. Sein positives Beispiel: Die Firma „puteus“ GmbH am Lenenweg platze aus allen Nähten. Das Lager musste dringend erweitert werden – ging aber laut Bebauungsplan nicht. Verwaltung und Betrieb machten einen Schritt aufeinander zu. Problem erkannt, die Verwaltung schuf eine zusätzliche Nutzungsmöglichkeit durch die Einrichtung eines Hochregallagers. Auch für Geschäftsführer Hans de Gruyter, der mit seinem Bruder Peter das Unternehmen, das mit Heizung, Sanitärarmaturen und Industrieprodukten handelt, führt, war das eine gelungene Form der Zusammenarbeit. Er hofft auf Fortsetzung. Der Platz sei schon wieder knapp, sagt er.

Eine weitere räumliche Entwicklung im Bereich des Gewerbegebiets Tempelshof wird es wohl nicht geben. „Wir machen es nur mit den Bürgern, nicht gegen sie“, sagt Esser. Bekanntlich wollte die Stadt früher im Norden von Tempelshof erweitern, die Grundstückseigentümer spielten da nicht mit. Platz für weitere Firmen bietet unverkennbar das Gebiet Höhenhöfe. Eigentürmer sei aber nicht die Stadt, die bei der Vermarktung allerdings Hilfe angeboten hat.

9. April 2008 | Quelle: RP-Online